Gefährliche Elterntaxen – Wacholderweg soll Einbahnstraße werden

Der größte Teil des Wacholderwegs soll Einbahnstraße werden. Damit will die Stadt auf Verkehrsprobleme vor der Krippe und dem Kindergarten reagieren. Das hat Erster Stadtrat Marius Schmidt im Ortsbeirat angekündigt.

Konkret geht es um die Strecke von der Einfahrt zum Parkplatz der neuen Häuser der Baugesellschaft bis zur Einmündung in den Lindenweg. Sie soll nur noch ein Richtung Lindenweg befahrbar sein.

Als Grund nannte Schmidt viele Beschwerden – insbesondere über Situationen, wenn Eltern ihre Kinder zur Betreuung bringen oder holen. Fahrzeuge parkten dann auf den Gehwegen und behinderten jene, die zu Fuß zur Krippe oder zum Kindergarten laufen, andere blockierten Ein- und Ausfahrten. Manche Autos wendeten sogar in der unübersichtlichen Kurve vor den Einrichtungen. Schließlich verenge sich der Wacholderweg im weiteren Verlauf, so dass es schwierig werde, wenn Fahrzeuge entgegenkommen.

„Die Einbahnstaßenregelung kanalisiert den Verkehr zu den Hol- und Bringzeiten in eine Richtung“, erläuterte Schmidt. Weil es dann kein Gegenverkehr mehr gebe, könnten Autos auch ohne Probleme auf der Fahrbahn vor Krippe und Kita halten.

In die Krippe gehen auch viele Kinder aus der Kernstadt

Dass viele Eltern mit dem Auto unterwegs sind, muss nicht verwundern. Vor allem die Krippe wurden von Anfang an so konzipiert, dass sie auch Kinder aus der Kernstadt betreut. Bedenken zur Verkehrsführung gab es mit Blick auf die unübersichtliche, langgezogene Kurve vor den Einrichtungen schon frühzeitig. Insofern reagiert die Stadt jetzt – allerdings ziemlich spät.

Die Fraktion der Bürgerkammer hörte sich im betroffenen Teil des Wacholderwegs um. Viele Anwohnerinnen und Anwohner finden demnach die vorgeschlagene Einbahnstraßenregelung sinnvoll. Im Blick zu behalten bleibt, wie sich der neu gelenkte Verkehr auf den Lindenweg auswirkt – insbesondere, weil dort zahlreiche Fahrzeuge in beiden Richtungen parken und die Fahrbahn verengen.

Neue Regeln auch für das Parken im vorderen Wacholderweg

Der ruhende Verkehr ist auch noch ein Thema im Wacholderweg. Zum Ulmenweg hin parkten oft hohe Fahrzeuge, die die Sicht behinderten, berichtete Erster Stadtrat Schmidt. Deshalb sollten hier die Regeln überarbeitet werden. Konkret solle Parken nur noch in explizit ausgewiesenen Bereichen erlaubt bleiben.

Parkzonen im Wacholderweg.
Parkzonen im Wacholderweg. (Bild: Stadt Lampertheim)

Die Information des Ortsbeirats gilt als erster Schritt. Als nächsten werden Anwohnerinnen und Anwohner schriftlich über die Pläne in Kenntnis gesetzt. Für Mütter und Väter, die ihren Nachwuchs in die Krippe oder in den Kindergarten bringen, soll es einen Elternbrief geben, der die künftigen Verkehrsregeln erläutert.