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Neuschloss.net

Liebe Leserinnen und Leser!


Manchmal ist in Neuschloß ja mehr los als man denkt. Nach dem furiosen zweitägigen neuen Weihnachtsmarkt war jetzt erneut der Schlosshof ziemlich voll. Die „Meute“ hatte dazu eingeladen, mit ihr und Livemusik in den Mai zu feiern. Gut 250 Leute fanden das eine gute Idee. Mehr dazu unten.

Und eine weitere Veranstaltung hätte gute Resonanz verdient. Die Bürgerkammer holt am morgigen Freitag Nachmittag jede Menge Fachleute auf den Ahornplatz, die über das aktuelle Megathema informieren: die Energetische Sanierung von Gebäuden. Solaranlage, Wärmepumpe - am besten beides? Bei welcher Dämmung? Und wie gefördert? Fragen gibt es viele. Auf dem Ahornplatz könnt ihr euch die Antworten holen.

Der Klimawandel, den wir mit solchen Umbauten bremsen wollen, kommt derweil auch in unseren Gärten an. Wie wir die klimafest machen können, auch darüber gibt es am Freitag fachkundige Informationen.

Eine ausgesprochen gute Nachricht haben wir noch zum Thema Glasfaser.
Auch am Ende dieses Editorials steht ein kurzer Werbeblock in eigener Sache. Wenn ihr Leute kennt, die regelmäßig Nachrichten aus Neuschloß in ihrem elektronischen Briefkasten haben wollen, dann leitet ihnen doch einfach diese Ausgabe des Newsletters weiter. Und wenn ihr zu jenen gehört, die eine solche Weiterleitung bekommen haben, meldet euch am besten gleich direkt an für den Neuschloß-Newsletter unter neuschloss.net/newsletter oder über den grünen Button gleich unter diesem Text. Damit ihr keine News mehr verpasst.

Herzliche Grüße sendet

Michael Bayer
Redaktion Neuschloss.net

Die Themen im Überblick

1. Infonachmittag: Energetische Sanierung und klimafeste Gärten
2. Infrastruktur: Störmer verkündet Glasfaser-Erfolg für Neuschloß
3. Veranstaltungen: Mit der „Meute“ feiern 250 Leute in den Mai

1. Energetische Sanierung und klimafeste Gärten

Wie sehr können wir es uns künftig noch leisten, im Sommer den Garten zu bewässern?
Kaum mehr eisige Winter, ungewöhnlich warme Tage im Frühjahr, im Sommer Wassermangel bei gleichzeitigen Starkregen-Ereignissen auf kleinem räumlichen Gebiet – so sehen die Prognosen vieler aus, die unser Klima erforschen. Die Anfänge davon erleben wir gerade.

Dass die Frage, welche Konsequenzen daraus vor Ort zu ziehen sind, unseren Stadtteil bewegt, zeigte sich bereits mehrfach bei Veranstaltungen der Bürgerkammer und des Ortbeirats. Im Sommer 2022 war der Bürgersaal am Ahornplatz voll, als die Lampertheimer Energie-Experten Peter Hensel und Philipp Schönberger Alternativen zum Heizen mit Öl und Gas vorstellten. Und auch als ein Neuschloß-Treff mit dem Neuschlößer Fachmann Christoph Rumler konkrete Fragen zum Thema Solaranlage besprach, war das Interesse groß. Und tatsächlich wächst die Zahl der Häuser in unserem Stadtteil, die energetisch saniert sind.

Die mediale Diskussion, wie oft wir uns es künftig noch erlauben können, im Sommer unseren Garten zu gießen, zeigt: Auch hier deutet sich Handlungsbedarf an. Am ehesten zu erkennen beim Thema Rasen. Der zeigte sich auf vielen Grundstücken in der heißen Jahreszeit zuletzt zunehmend braun. Nun scheinen die Rasenflächen damit einigermaßen zurechtzukommen, denn im Herbst kehrt meist das Grün zurück. Aber schön ist in der Sommerzeit, in der vielen ihren Garten ja am intensivsten nutzen, etwas anderes.
Frischer Rollrasen mit Rasenmäher.
Stellt sich also die Frage: Ist es klug, ausgedürrtes Gras mit neuem Rollrasen ersetzen, der ja (in wasserintensiver Bewirtschaftung) gleich nebenan bei uns auf den Äckern wächst? Oder gibt es alternative Konzepte? Pflanzen vielleicht, die mit weniger Wasser auskommen, und dennoch eine größere Fläche begrünen?

Wenn sowas in Lampertheim jemand weiß, dann ist es Sabine Vilgis. Sie leitet bei der Stadtverwaltung die Technischen Betriebsdienste – früher hätten wir Bauhof und Stadtgärtnerei gesagt. Von ihr und ihrem Team kommen die Konzepte für den Stadtpark, die liebevolle Begrünung der Lampertheimer Verkehrskreisel, blühende Lärmschutzwälle und die Birken auf dem Weg zum Vogelpark.

Am Freitag, 3, Mai, 16 Uhr, kommen Sabine Vilgis und ihr Team auf den Ahornplatz nach Neuschloß – und sie bringen direkt Pflanzen mit, die gut mit den sich wandelnden klimatischen Verhältnissen zurechtkommen. Und natürlich stehen alle für konkrete Fragen zur Verfügung. Beispielsweise zu Förderungsmöglichkeiten, etwa wenn der Vorgarten grüner werden soll.

Christoph Rumler ist ebenfalls wieder dabei mit zwei Kollegen von der Bürger-Solar-Beratung Bergstraße. Das Team ist top darüber informiert, was zu beachten ist, wenn das Haus mit einer Wärmepumpe geheizt werden soll – vielleicht kombiniert mit einer Solaranlage.

Angekündigt hat sich schließlich Yannic Töpper. Er ist der Klimamanager der Stadt und kann Auskunft geben über den Stand der Wärmeplanung in Lampertheim. Auch er ist ein Fachmann für die verschiedenen Aspekte des jüngst überarbeiteten Gebäudeenergiegesetzes samt der damit verbundenen, umfänglichen Fördermöglichkeiten.

2. Störmer verkündet Glasfaser-Erfolg für Neuschloß

Arbeiten am Glasfaser in Neuschloß.
Neuschloß bekommt Glasfaser. Das hat Bürgermeister Gottfried Störmer jüngst im Rahmen der Stadtverordnetenversammlung bekannt gegeben. Die Deutsche Giganetz werde die Leitungen in unserem Stadtteil mit dem Bensheimer Energieversorger GGEW verlegen. Die Unternehmen selbst geben sich bei Medienanfragen noch zurückhaltend. Auch das Lampertheimer Wohngebiet Rosenstock soll von dem Anbieter-Duo versorgt werden, heißt es im Rathaus.

Auf der anderen, westlichen Seite der Bahnlinie will die Deutsche Telekom gemeinsam mit ihrem Partner GlasfaserPlus knapp 10.000 Haushalte anschließen. Damit ergibt sich ein fast überraschend schlüssiges Gesamtbild für Neuschloß und die Kernstadt. Allerdings bleiben nach dem bisherigen Stand die Stadtteile Hüttenfeld, Rosengarten und Hofheim außen vor.

GGEW und Giganetz hatten in den vergangenen Monaten mit einer breit, in den Augen mancher zu breit angelegten Kampagne um Kundinnen und Kunden geworben. Bei 40 Prozent der Haushalte lag das selbst ausgerufene Ziel – das trotz mehrerer Verlängerungen der Registrierungssphase aber nirgends erreicht wurde.
Unser Stadtteil dürfte jetzt zum Zuge gekommen sein, weil hier – wie mehrfach berichtet – der Anteil der Interessierten verglichen mit der Kernstadt und den anderen Stadtteilen an höchsten liegt.

Neuschloß war der einzige Ort unserer Stadt, wo mit der Bürgerkammer eine unabhängige lokale Einrichtung in einer abendfüllenden Veranstaltung die Vor- und Nachteile der Glasfasertechnik vorstellte. Anwohnerinnen und Anwohner konnten in dem sehr gut besuchten Treffen auch detaillierte Fragen an Verantwortliche der GGEW und der Deutschen Giganetz stellen.

Neuschloss.net begleitete die Registrierungsphase mit einem teils kritischen, ausführlichen Wortlaut-Interview mit Andreas Ehret, dem Geschäftsführer der zuständigen GGEW.net, und Martina Wilde, Managerin der Deutschen Giganetz in Frankfurt am Main. „Möglicherweise überzeugten die transparenten Informationen in Neuschloß mehr als viele Plakate an Laternen“, sagte Ortsvorsteherin Carola Biehal mit Blick auf die Veranstaltung der Bürgerkammer und das Interview in unserem Newsletter.

3. Mit der "Meute" feiern 250 Leute in den Mai

In den Mai zu feiern, hat bei der „Meute“ eine lange Tradition. Als bis in die Achtzigerjahre der Eichen- und Fichtenweg noch nicht den sandigen Fußballplatz verdrängt hatte, richteten die damals jugendlichen Aktiven ganz hinten am Wald am 30. April stets eine Birke auf – und versammelten sich zu einer beschaulichen Privatparty.

Die Birke ist diesmal eher symbolhaft zu sehen. Der Stamm, der an einen Fahnenmast erinnert, und den ganz oben ein Kranz ziert, komme von einer Birke aus dem Wald um Neuschloß, ist auf dem Schlossplatz zu hören. Und auch das mit den paar Leuten hat sich deutlich gewandelt. Es dürften diesmal etwa 250 Frauen und Männer sein, die gemeinsam in den Mai feiern wollen. Eine sehr beachtliche Resonanz.
Auf der Bühne hardrockt die Band „Slightly Different“ – wie so oft lauter, als es sich das gerne plaudernde Publikum vielleicht wünscht. Aber das ändert nichts an der guten Stimmung an einem der ersten warmen Abende dieses Frühlings.

Am Grill gibt es eine Grundausstattung für Hungrige, die allerdings angesichts der überraschend großen Andrangs nicht lange hält. Die Versorgung mit Getränken verschiedenster Art hingegen darf als stabil bezeichnet werden.

Die „Meute“ hat auch intern Grund zum Feiern. Nach zwei Jahren Renovierung öffnet wieder ihr Treffpunkt, der Keller im Schloss. Die erste der regelmäßigen Runden, zu denen Gäste stets willkommen sind, ist am 3. Mai um 20 Uhr. Am Nachmittag, 17 Uhr, gibt es eine kleine Feierstunde mit Abgesandten der Stadtverwaltung und des Ortsbeirats.
Der "Meute"-Keller öffnet wieder.

Drei Termine zum Ankreuzen

  1. Mittwoch, 8. Mai, 20 Uhr: Kirchenkino der ev. Johannesgemeinde im Gemeindesaal am Ahornplatz.
  2. Donnerstag, 13. Juni, 19 Uhr: Öffentliche Sitzung des Ortsbeirats im Bürgersaal am Ahornplatz.
  3. Samstag, 22. Juni: Sommerbühne des Café NewCastle am Ahornplatz mit Pearl White Curse.
Die Maibaum der „Meute“ in minimalistischer Ausführung.

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