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Liebe Neuschloß-Gemeinschaft,
Wer die Lampertheimer Zeitung oder den Südhessen Morgen abonniert hat, wird festgestellt haben: Beide sind, was den Lokalteil betrifft, im Umbruch. Die LZ bringt nur noch eine Seite aus Lampertheim - und an der Themenauswahl ist manchmal zu erkennen, dass die Redaktion nicht mehr vor Ort sitzt. Beim SHM gibt es statt früher drei Ausgaben mit mehreren Seiten aus Viernheim, Bürstadt/Biblis und Lampertheim nun eine südhessische Einheitsausgabe - ebenfalls eine deutliche Umfangsreduzierung.
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So bedauerlich es ist: Mit Blick auf sinkende Auflagen und Anzeigenerlöse dürfte es wirtschaftlich kaum eine Alternative geben. Lampertheim muss sich glücklich schätzen, überhaupt noch Zeitungen mit Lokalteilen zu haben, die gelegentlich der Kommunalpolitik auf die Finger hauen.
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Denn perspektivisch, so befürchten Fachleute, werden in einer zunehmenden Zahl von Städten und Gemeinden lokale Parlamente tagen - und es gibt gar keine Zeitung mehr, die über die Diskussionen und Entscheidungen berichtet. Unterstützen wir also weiter die LZ und SHM - trotz deren Schrumpfkurs.
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Der Neuschlößer Ortsbeirat bekommt die Entwicklung schon jetzt zu spüren. Es ist keineswegs mehr selbstverständlich, dass LZ, SHM und Tip ihre Journalistinnen oder Journalisten in die öffentlichen Treffen schicken. Klar: Wenn kaum mehr Platz für Gesamt-Lampertheim ist, fliegen kleine Stadtteile schnell raus.
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Unter anderem deshalb gibt es Neuschloss.net: Damit wir uns gegenseitig informieren können - und es in unserer Hand bleibt, dem Stadtteil eine Stimme zu geben. Neben der kürzlich technisch komplett überarbeiteten Webseite sind wir auf Facebook mit einer Fanseite und einer Diskussionsgruppe aktiv, haben diesen Newsletter - und neuerdings auch einen Kanal auf WhatsApp. Hier kommt ihr direkt in den Neuschloß-Talk.
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Wenn eure Nachbarn noch nicht dabei sind, zeigt ihnen doch, wie sie über die relevanten Dinge aus unserem Stadtteil top informiert bleiben! Und leitet natürlich wie immer gerne diese aktuelle Newsletter-Ausgabe weiter.
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Danke für die Unterstützung und herzliche Grüße
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Die Themen im Überblick
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1. Umwelt: Hüttenfelder Konzept gegen Kanalgeruch bei uns
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2. Infrastruktur: Hängepartie beim Glasfaser für Neuschloß
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3. Parteien: Neuschloß rückt bei der Europawahl nach rechts
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4. Freizeit: Spiele der Fußball-EM im neuen „Meute“-Keller
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1. Hüttenfelder Konzept gegen Kanalgeruch bei uns
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Im Neuschlößer Jahrzehnte-Thema Kanalgeruch könnte es eine entscheidende Wende geben. Der Ortsbeirat in Hüttenfeld schlägt auf Grundlage eines Antrags der dortigen CDU vor, das Abwasser aus dem östlichen Stadtteil künftig über ein neues Rohr in die moderne Verbandskläranlage Weinheim zu pumpen.
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Bisher wird das Hüttenfelder Abwasser über eine Druckleitung nach Neuschloß geschickt. Dabei entsteht eigentlich stinkender Schwefelwasserstoff. Um das zu verhindern, gibt die Stadt seit dem Jahr 2020 am Startpunkt der Leitung Eisen(II)-chlorid zu. Die Preise für die Chemikalie sind zuletzt stark gestiegen auf jährlich 250.000 Euro.
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Zu den Vorteilen einer Umleitung des Abwassers nach Weinheim zählt der Ortsbeirat Hüttenfeld, dass die Stadt das Geld für das Eisen(II)-chlorid künftig sparen könnte. Auch die Kosten für die Wartung der alten und mittlerweile stark wartungsbedürftigen Druckleitung nach Neuschloss entfielen.
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Die CDU hat sogar eine Firma ausgemacht, die nach einem Musterfall für die Anwendung von Spezialzementen in der Abwassertechnik suche. Das Unternehmen würde demnach die Baumaterialien für den Anschluss nach Weinheim kostenfrei und mit Garantie zur Verfügung stellen. Dies verringere die Baukosten deutlich.
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Nach Rücksprache mit der Verbandskläranlage Weinheim stünden dort tatsächlich auch die notwendigen Kapazitäten bereit, um das Hüttenfelder Abwasser aufzunehmen, heißt es in dem beschlossenen Antrag.
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Erster Stadtrat Marius Schmidt (SPD) lobte die Initiative als interessant. Die Verwaltung könne sich eine nähere Prüfung durchaus vorstellen. Denkbar sei eine Machbarkeitsstudie. Neuschloß drückt alle Daumen.
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2. Hängepartie beim Glasfaser für Neuschloß
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Trotz ihres massiven Werbeaufwands sind die Deutsche Giganetz und der Bensheimer Versorger GGEW mit ihrem Plan gescheitert, Lampertheim flächendeckend mit Glasfaser auszustatten. Statt der erhofften 40 Prozent der Haushalte waren trotz Fristverlängerung am Ende stadtweit nur elf bis zwölf Prozent dabei, räumte Dirk Ebert, Regionaldirektor der Deutschen Giganetz aus Frankfurt, im Ortsbeirat ein.
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Nur noch bei uns in Neuschloß, wo sich mit 25 Prozent die anteilig meisten Haushalte meldeten, will es das Anbieter-Duo weiter versuchen. Doch entgegen einer Ankündigung von Bürgermeister Gottfried Störmer aus dem April in der Stadtverordnetenversammlung ist der Start des Ausbaus bei uns längst nicht sicher. Es fehlten noch 100 bis 120 Verträge in unserem Stadtteil, um das Projekt wirtschaftlich starten zu können, sagte Ebert.
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Vieles deutet nun auf eine längere Hängepartie für Neuschloß hin. So wollen die Anbieter keinen konkreten Zeitpunkt mehr nennen, bis zu dem die fehlenden Verträge zustandekommen sollen. Zugleich räumte Ebert auf Nachfrage der Bürgerkammer im Ortsbeirat ein, die Deutsche Giganetz werde die Planungen erst dann weiter vorantreiben, wenn das ausgegebene Ziel erreicht ist.
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Überzeugende Konzepte dafür, wie man in unserem Stadtteil an hundert weitere Verträge kommen könnte, waren von den Verantwortlichen der Deutschen Giganetz und der GGEW nicht zu hören. Man werde noch einmal jene Haushalte in Neuschloß anschreiben und um Hilfe bitten, die bereits unterschrieben haben. Zudem sei eine Presseerklärung in Arbeit. Der Vertrieb vor Ort hingegen sei eingestellt.
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Auf die Kehrtwende angesprochen sagte Manager Ebert: Er habe Bürgermeister Gottfried Störmer gegenüber lediglich kommuniziert, die Deutsche Giganetz werde alles versuchen, damit Neuschloß Glasfaser bekomme.
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Das Lampertheimer Wohngebiet Rosenstock wäre nur zu einem kleinen Teil in das Neuschloß-Projekt einbezogen. Hintergrund: In einem Gebäude der Lampertheimer Baugenossenschaft in der Sophie-Scholl-Straße steht die Anbindung ins überregionale Datennetz. Von dort aus muss das Glasfaser in unseren Stadtteil verlegt werden.
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Haushalte im Rosenstock, an denen das Kabel vorbei kommt, könnten dann mitversorgt werden. Aktuell ist noch offen, wo genau die Leitung verlegt werden würde. In der Kernstadt westlich der Bahnlinie will die Deutsche Telekom Glasfaserleitungen verlegen.
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3. Neuschloß rückt bei der Europawahl nach rechts
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Bei der Europawahl legen in Neuschloß Parteien rechts der Mitte deutlich hinzu. Die CDU ist nach zehn Jahren wieder stärkste Kraft in unserem Stadtteil. Sie gewinnt 6,73 Prozentpunkte und kommt auf 29,28 Prozent der Anteile.
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Die in Teilen rechtsextreme AfD schiebt sich auf den zweiten Platz vor mit 22,52 Prozent der Stimmen, was einem Zuwachs von von 8,99 Prozentpunkten entspricht. Die AfD liegt damit in Neuschloß sogar über dem stadtweiten Durchschnitt von 19,58 Prozent.
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Die SPD kommt in Neuschloß auf Platz drei. Sie schneidet bei uns mit 20,05 Prozent (minus 3,48 Prozentpunkte) aber besser ab als in Gesamt-Lampertheim (17,17 Prozent). Die Grünen rutschen mit 10,12 Prozentpunkten ab und schaffen nur noch einen Stimmenanteil von 8,78 Prozent. Die FDP verliert leicht und liegt bei 6,76 Prozent.
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Die Neuschlößer Ergebnisse der Parteien im Einzelnen.
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| Partei |
Stimmen |
Anteil |
Vergleich |
| CDU |
130 |
29,28 % |
+ 6,73 % |
| AfD |
100 |
22,52 % |
+ 8,99 % |
| SPD |
89 |
20,05 % |
- 3,48 % |
| GRÜNE |
39 |
8,78 % |
- 10,12 % |
| FDP |
30 |
6,76 % |
- 0,89 % |
| BSW |
16 |
3,60 % |
+ 3,6 % |
| Tierschutz |
12 |
2,70 % |
+ 0,35 % |
| Die Partei |
8 |
1,80 % |
+ 0,04 % |
| Bündnis D. |
6 |
1,35 % |
+ 1,35 % |
| Freie Wähler |
4 |
0,90 % |
- 1,65 % |
| Die Linke |
2 |
0,45 % |
- 1,71 % |
| ÖDP |
2 |
0,45 % |
+ 0,45 % |
| Piraten |
2 |
0,45 % |
+ 0,06 % |
| Volt |
2 |
0,45 % |
+ 0,06 % |
| Bündnis C |
1 |
0,23 % |
+ 0,23 % |
| Mera 25 |
1 |
0,23 % |
+ 0,23 % |
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4. Spiele der Fußball-EM im neuen „Meute“-Keller
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Die Begeisterung, nachzulesen auf Facebook, ist groß: „Mega Abend bei der Meute. Tolles Ambiente, lustige Leute - so macht Fußball Spaß“, schreibt Sandra Mühlenbrock in der Facebook-Gruppe von Neuschloss.net. Und sie weist auch gleich auf die nächsten Fußballtreffen hin: am heutigen Mittwoch, 17 Uhr, beim Spiel der deutschen Elf gegen Ungarn, und am Sonntag, 23. Juni, 20 Uhr, wenn das DFB-Team auf die Schweiz trifft.
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Die „Meute“ hat derzeit einen guten Lauf. Sie feierte zuletzt mit hunderten Gästen im Schlosshof erfolgreich in den Mai - und konnte wenige Tage später nach vier Jahren Zwangspause samt Renovierung ihren Keller im Schloss neu öffnen.
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Das Ergebnis des Umbaus kann sich mehr als sehen lassen. Die Gäste einer kleinen Feierstunde zeigten sich durchweg beeindruckt. Ortsvorsteherin Carola Biehal (Bürgerkammer) lobte das Engagement der „Meute“. Denn die Mitglieder haben ein großen Teil der Arbeiten in Eigenleistung geschafft. Vorsitzender Rolf Wegerle rechnete zusammen und kam auf etwa 600 Stunden. Die Stadt bezahlte eine moderne Lüftungsanlage.
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Mit viel Liebe zum Detail kommt Holz zum Einsatz. Und das ist kein Zufall. Auch wenn es keine offizielle Rede erwähnen sollte: Die Handschrift des Neuschlößer Schreiners Thomas Heyber ist durchaus zu erkennen. Weitere Bilder auf Neuschloss.net.
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Vorsitzender Rolf Wegerle verlieh während des Empfangs Horst Gützkow die Ehrenmitgliedschaft. Er ist eines der Gründungsmitglieder der „Meute“ und war auch von 1972 bis 1977 der Vorsitzende.
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Drei Termine zum Ankreuzen
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- Freitag, 21. Juni, 14.30 Uhr: Waldfriedhof als Begegnungsort. Gespräche bei einer Tasse Kaffee. Es laden ein der Seniorenbeirat und die evangelische Lukasgemeinde.
- Samstag, 22. Juni, 19 Uhr: Livemusik im Café NewCastle am Ahornplatz mit „Pearl White Curse“.
- Sonntag, 30. Juni, 10 Uhr: Musikalischer Frühschoppen der „Meute“ zum Triathlon an der Bushaltestelle vor dem Schlossgebäude mit der Lampertheimer Band „Tornschlabbe“. Achtung! Sperrung der L3110. Umleitung durch den Wald - hier als Karte.
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Auch die dritte Veranstaltung in Neuschloß, die den Umgang mit den sich wandelnden klimatischen Verhältnissen in den Blick nimmt, stieß auf viel Interesse. Auf Einladung der Bürgerkammer zeigte am Ahornplatz Sabine Vilgis, Leiterin der Technischen Betriebsdienste der Stadtverwaltung, welche Pflanzen im Sommer mit wenig Wasser auskommen. Und die Bürgersolarberatung um Christoph Rumler half allen kompetent bei Fragen zu Wärmepumpen oder Photovoltaik-Anlagen auf dem eigenen Dach. Mehr dazu auf Neuschloss.net.
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Zeigt her eure Neuschloß-Fotos!
Habt ihr schöne Perspektiven aus Neuschloß festgehalten? Wir veröffentlichen eure Bilder gerne in einer der nächsten Newsletter-Ausgaben. Schreibt uns per Mail an redaktion@neuschloss.net. Danke fürs Mitmachen!
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Ihr seid neu und habt die bisherigen Ausgaben des Newsletters verpasst? Kein Problem, sie lassen sich nachlesen in unserem Archiv.
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