Altlastenverein informiert über Grundwasser

Der Sodabuckel ist gesichert, die Grundstücke sind saniert. Nun rückt das Grundwasser in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Betroffen ist hier vor allem das Gebiet westlich des Ulmenwegs, also der Eichenweg mit seinen Seitenstraßen. Aber auch für die bodensanierten Bereiche wird es noch einmal interessant. In der Mitgliederversammlung des Altlastenvereins am Mittwoch, 7. Dezember, 19 Uhr, im Restaurant Quattro Mori werden Fachleute den Stand der Dinge berichten und einschätzen. Ausdrücklich eingeladen sind auch Nicht-Mitglieder.

Die Sanierungsanlage an der Landesstraße holt zwar seit 2003 jährlich 60 Kilogramm Arsen aus dem Grundwasser – eine unglaubliche Menge. Weil aber so viel mehr Arsen unter der Erde liegt, werden die Wasserwerte nicht besser. Die bisherige Technik ist also nicht effektiv genug. Ein neuer Ansatz, entwickelt mit der Universität Heidelberg, könnte die Lösung sein. Doch auch sie kostet Geld, das überall knapp ist.

Auf der Tagesordnung stehen ferner die turnusmäßige Wahl des Vorstands und ein Rückblick auf die erfolgreiche Sicherung des Sodabuckes.

Die Tagesordnung

  1. Begrüßung, Beschlussfähigkeit
  2. Rückblick (Erste Vorsitzende Carola Biehal)
  3. Schwerpunkt: Informa onen zur Grundwassersanierung (HIM- Altlasten-Sanierungsgesellschaft)
  4. Rückblick auf die Sicherung des Sodabuckels (Stadt Lampertheim)
  5. Kassenbericht
  6. Entlastung des Vorstands
  7. Wahl des Vorstands
  8. Verschiedenes
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Sicherung des Sodabuckels abgeschlossen

Eigentlich ein guter Grund zum Feiern für die Stadt und unseren Stadtteil. Aber mehr als ein mittelgroßer Pressetermin ist nicht daraus geworden: Am Freitag hat Lampertheims Bürgermeister Gottfried Störmer den letzten Baum auf dem Sodabuckel angepflanzt. Das 30.000-Quadratmeter-Areal mit den Produktionsresten der früheren chemischen Fabrik ist nun neu geformt; die giftigen Altlasten darin sind gesichert, sollten also nicht mehr ins Grundwasser oder an die Erdoberfläche gelangen.

Das bedurfte einigen Aufwands: Die Bauarbeiter hatten 19.000 Kubikmeter Boden umgelagert, eine 60.000 Kubikmeter starke Wasserhaushaltsschicht eingebaut und 10.000 Quadratmeter Kunststoffverdichtungsplanen verlegt. Der Forst setzte 26.000 kleine Bäume und Strächer ein, damit wieder ein Wald entsteht. Kosten für die Stadt: 5,5 Millionen Euro.

Mit der Sicherung des Sodabuckels in Neuschloß endet für die Stadtverwaltung ein Kapitel, das recht dunkel begonnen hatte. Es war im Jahr 1987, als die Kommune einen attraktiven Abenteuerspielplatz eröffnete – auf jenem Hügel, den der Volkmund aus guten Gründen Sodabuckel nennt.

Der frühere Eingang zum Abenteuerspielplatz.
Der frühere Eingang zum Abenteuerspielplatz.

Nach mehreren Altlasten-Funden im Wohngebiet ließ die Stadt zwei Jahre später zähneknirschend den Abenteuerspielplatz untersuchen. Die Ergebnisse waren verheerend. Die Schadstoffbelastung war so hoch, dass selbst aufgewirbelter Staub gefährlich sein konnte. Die Verwaltung geriet in eine Schockstarre: Erst Monate, nach dem diese gefährliche Erkenntnis schriftlich vorlag, schloss sie den Kinderspielplatz.

Mehr über diese Zeit und die Rolle der Stadtverwaltung unter ihrem seinerzeitigen Bürgermeister Gisbert Dieter (SPD) findet sich in unserer Stadtteil-Geschichte. Erst Erich Maier, der 1997 sein Amt antrat, änderte die Grundhaltung; seither bringt die Kommune die Sanierung und Sicherung in Neuschloß mit voran.

Im Stadtteil rückte dann die Sanierung der mehr als hundert Grundstücke auf dem Wohngebiet in den Vordergrund – es war die größte bewohnte Altlast in Hessen. Dann schließlich die Sicherung des Sodabuckels, die nun erfolgreich zu Ende geht.

Jetzt geht es noch ums Grundwasser

Ganz fertig mit den Überresten der chemischen Fabrik ist Neuschloß damit freilich nicht, wie Carola Biehal, die Vorsitzende von Altlasten-Projektbeirat und Bürgerkammer, zu recht beim offiziellen Baumpflanzen betonte: Das Grundwasser ist weiter noch stark belastet. Ein Modellversuch, den Regierungspräsidium Darmstadt und Universität Heidelberg gemeinsam betreiben, verläuft vielversprechend. Der Abschlussbericht liegt vor; bis Februar entstehen die Detailpläne, wie ins Grundwasser zugeführte Phosphate das an Gesteinen festsitzende Arsen am besten lösen.

Entscheidend bei der Grundwassersanierung ist mal wieder das Geld. Den Sodabuckel schulderte die Stadt alleine, die Grundstücke zum Großteil das Land, zudem die Kommune und die Anwohner. Beim Grundwasser ist wieder Wiesbaden gefragt. Insofern, ermahnt der Südhessen Morgen, könnte etwas Dankbarkeit in der Kommunalpolitik dem Land gegenüber nicht schaden. Hintergrund ist ein kleiner Streit um 50.000 Euro im Rahmen des 90-Millionen-Projekts.

Die Grafik der Sanierer zeigt: Die höchste Arsen-Belastung findet sich westlich des alten Ortskerns von Neuschloß, also außerhalb des ehemaligen Betriebsgeländes der chemischen Fabrik.
Verteilung der Arsen-Belastung im Grundwasser.

Der größte Teil der Schadensfahne im Grundwasser zieht übrigens vom Ulmenweg westlich Richtung Eichenweg und dessen Seitenstraßen. Damit sind hier auch andere Anwohner betroffen als jene, deren Grundstücke saniert wurden.

Der Altlastenverein wird deshalb seine Mitgliederversammlung, in der die Grundwassersanierung das große Thema ist, auch für Nicht-Mitglieder öffnen. Sie beginnt am Mittwoch, 7. Dezember, um 19.30 Uhr im Restaurant Quattro Mori in der Forsthausstraße.

Blick auf Neuschloß. Links der Sodabuckel.
Neuschloß, links der Sodabuckel.

Das Luftbild hat uns Ernst Kraus zur Verfügung gestellt – vielen Dank! Mit einem Klick auf das Foto ist eine Großversion zu sehen.

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Gesucht: Neuer Name für den Sodabuckel

Klar: Ein Sodabuckel, dem das Soda weggenommen wurde, ist kein Sodabuckel mehr. Aber was dann? Schlicht ein Buckel? Klingt nicht sonderlich reizvoll. Der Ortsbeirat will sich, angeregt von Paul Schneider, auf Namenssuche machen. Der FDP-Mann setzt auf „Schlossberg“, was vielleicht etwas zu viel verspricht. „Schlosshügel“ fiel noch – und tatsächlich auch „Schlossbuckel“.

So richtig überzeugt war das Gremium von keinem Vorschlag. Macht nichts: Eine solche Entscheidung will ja gründlicher überlegt sein als es nach einer spontanen Wortmeldung im Ortsbeirat möglich ist. Und deshalb schlug auch Ortsvorsteherin Carola Biehal vor, die Namensfindung lieber in Ruhe anzugehen. Vielleicht wäre es ja auch eine schöne Idee, die Neuschlößer hier mitreden zu lassen.

Die Sanierung selbst nähert sich übrigens ihrem Ende. Die Erdarbeiten werden wohl noch in diesem Jahr abgeschlossen. Der Süd- und Westhang färbt sich schon grün; der ausgesäte Rasen verhindert, dass Regen die Erde wegschwemmt. Der neue Zaun hält vor allem Wildschweine und Rehe fern. Im Frühjahr werden Gärtner noch Bäume und Sträucher anpflanzen – dann ist alles geschafft.

Für die Sanierung der mehr als hundert Grundstücke im Stadtteil liegen jetzt die letzten Abrechnungen für die Anwohner vor. Damit ist dieses Großprojekt formal abgeschlossen. Die letzte Gewährleistungsfrist läuft bis zum Oktober 2019 – solange müsse daher auch der Altlastenverein als Vertragspartner bestehen bleiben, erklärte Carola Biehal in ihrer Funktion als Sprecherrin des Projektbeirats Altlasten Neuschloß (PAN).

Bleibt noch das Sanierung des Grundwassers. Das Pilotprojekt dazu ist vielversprechend angelaufen. Weitere Informationen bekommt der Projektbeirat in Kürze in einem Gespräch mit den Sanierern der HIM und den überwachenden Ingenieuren.

Sodabuckel beliebtes Sommerziel

  
Unser Sodabuckel ist in diesem Sommer bei den Lampertheimer Kommunalpolitikern so beliebt wie nie zuvor – zumindest als Ausflugsziel. In beim Thema Altlasten ungewohnter Einigkeit steuern SPD und CDU im Rahmen ihrer Sommertouren die Großbaustelle am Rand unseres Stadtteils an. Vor zwei Wochen die Genossen, nun die Union.

Ein Ausflug, der offenbar inspirierend wirkt. Der Südhessen Morgen zitiert Robert Lenhardt, stellvertretender Ortsvorsteher von der SPD, er könne sich vorstellen, „dass in den nächsten zehn Jahren anstelle der Wüstenei ein Erholungspark entstehen wird.“ 

Es wäre so etwas wie der zweite Anlauf: In den neunziger Jahren hatte die Stadt einen Abenteuerspielplatz auf dem Gelände gebaut, der sich auch über die Grenzen Lampertheims hinaus großer Beliebtheit erfreute. Erst als mehrere Gutachten die enorme Schadstoffbelastung schwarz auf weiß klar machten, zog die Verwaltungsspitze Konsequenzen und schloss die Anlage.

Klar ist immerhin die nähere Zukunft: Im nächsten Frühjahr sollen die Erdarbeiten fertig sein – dann könnte ein Kiefern-Buchen-Mischwald wachsen. An den Rändern sind Büsche geplant. Das neue Grün wäre, nach der Sanierung der mehr als hundert Grundstücke, der zweite große Meilenstein in Sachen Altlasten für Neuschloß.

Einen weiteren Bericht über die SPD-Tour fand sich in der Lampertheimer Zeitung. Artikel über die CDU-Tour haben der Südhessen Morgen und die Lampertheimer Zeitung; die LZ referiert den Vortrag Frechs für die CDU mit einer Formulierung, die sich als Seitenhieb lesen lässt: „Für all diejenigen, die sich mit dem Thema noch nicht ganz so intensiv befasst hatten, erklärte er zunächst die Hintergründe.“

Entnahme von Wasserproben am Pilotfeld im Ulme

Sanierer zeigen ihre Anlagen

Das Bürgerbüro und die Sanierer der HIM stellen den Neuschlößern am Freitag vor Ort die Grundwassersanierung vor. Sie zeigen und erklären die Dosieranlage (der blaue Container am in den Wald verlängerten Ulmenweg), des Pilotfeld im Ulmenweg und der Lysimeter in der Wasseraufbereitungsanlage. Treffpunkt ist im Ulmenweg kurz vor dem Sodabuckel.

Einige interessante Fotos von der Probenentnahme im Pilotfeld zeigen wir auf Facebook (auch ohne Anmeldung dort zu sehen).

Steuerung des Pilotfelds im verlängerten Ulmenweg.
Steuerung des Pilotfelds im verlängerten Ulmenweg.

Das erwartet Neuschloß im neuen Jahr

Von den Feiertagen haben wir uns erholt, die Kinder gehen wieder in die Schule – das neue Jahr geht sozusagen in den Regelbetrieb über. Und Neuschloss.net schaut mal, was uns 2015 erwarten wird in unserem Stadtteil.

Die Flüchtlinge werden noch einige Monate in den früheren Sozialwohnungen an der Forsthausstraße verbingen. Der Mietvertrag der Stadt mit dem neuen Besitzer des Beamtenbaus war von Anfang an befristet; die Kommune wird andere Unterkünfte bereitstellen müssen. Möglicherweise außerhalb von Neuschloß.

Ein Team um Ortsvorsteherin Carola Biehal unterstützt die Frauen und Männer aus Eritrea, Syrien und dem Balkan ehrenamtlich in allen nur denkbaren Angelegenheiten. Viele Neuschlößer bringen Sachspenden, erledigen Fahrdienste, spielen Fußball mit den Fremden, helfen als Übersetzer. Junge Frauen geben in den Räumen der evangelischen Johannesgemeinde Sprachunterricht. Ein wundervolles Engagement von vielen Menschen – zugleich auch ein politisches Statement, das zeigt, wer das Volk wirklich ist und wie wir in Neuschloß und anderswo mehrheitlich über Menschen denken, die bei uns Hilfe suchen.

Seit November kommen eritreische Flüchtlinge zum Sprachförderkurs in den Gemeinderaum der Johannesgemeinde. Thomas Mosner (stehend beim Verteilen der Lehrbücher) hat  pädagogische Mitstreiter gefunden: Jessica und Vanessa Joneleit sowie Pastor Jörg Lüling.
Seit November kommen eritreische Flüchtlinge zum Sprachförderkurs in den Gemeinderaum der Johannesgemeinde. Thomas Mosner (stehend beim Verteilen der Lehrbücher) hat pädagogische Mitstreiter gefunden: Jessica und Vanessa Joneleit sowie Pastor Jörg Lüling.

Wo wir gerade den Beamtenbau streifen: Es ist längst überfällig, dass die Neuschlößer erfahren, an wen die Stadt eigentlich das Gebäude verkauft hat und welche Umbau- und Nutzungspläne dem neuen Besitzer vorschweben. Im Ortsbeirat gab es hierzu bisher stets nur spärliche Informationen – mit dem Hinweis darauf, dass der Investor ein wenig öffentlichkeitsscheu sei und man den Deal nicht gefährden wolle. Mit der Zurückhaltung sollte nun Schluss sein. Der Beamtenbau ist ein historisches, den Stadtteil prägendes Denkmal. Die Öffentlichkeit hat ein verständliches Interesse daran zu wissen, wie es damit weiter gehen soll.

Freiwillige Hilfe – die erlebten wir im vergangenen Jahr nicht nur im Zusammenhang mit den Flüchtlingen, sondern auch beim Tag des Ehrenamts der Metropolregion. Mehr Menschen als gedacht halfen, den Ahornplatz zu verschönern. Und Neuschloß kann noch hübscher werden. Wenn Anwohner zusagen, dass sie regelmäßig auf die Straßenbepflanzung vor ihrem Haus einen Blick werfen, rückt der städtische Bauhof mit neuen Stauden an – gelb- oder blaugeprägt, je nach Wunsch. Bei der Gelegenheit prüfen die Gärtner auch, ob die Bäume noch stabil oder besser gleich auszutauschen sind. Neuschloß könnte also wahrlich aufblühen in diesem Jahr – und zum Vorbild für die Kernstadt werden.

Zurückgeschnitten und geputzt: Sträucher und Beete am Ahornplatz.
Zurückgeschnitten und geputzt: Sträucher und Beete am Ahornplatz.

Für junge Familien kann 2015 schwierig werden. Nicht unbedingt, weil der Rasen auf dem erst im vergangenen Frühjahr eröffneten Fußballfeld auf dem Spielplatz am Alten Lorscher Weg einen ziemlich erholungsbedürftigen Eindruck macht. Vor allem berufstätige Eltern von Kindern im Grundschulalter könnten vor ernsthaften Problemen stehen, wenn sie auf eine Betreuung am Nachmittag angewiesen sind.

Denn zum kommenden Schuljahr werden an der Pestalozzischule voraussichtlich neun der 50 Plätze frei; auf der Warteliste stehen bisher aber schon 52 Mädchen und Jungen. Da muss man von einem Betreuungsnotstand sprechen. Abhilfe ist nicht in Sicht – im Gegenteil: Der Rosenstock in Lampertheim, ebenfalls im Einzugsgebiet, wächst weiter. Immerhin scheint die Lage in Kindergarten und Krippe eigermaßen entspannt.

Die Sanierung des Sodabuckels kann weiter gehen – die Stadtverordneten haben Anfang Dezember den Auftrag neu vergeben, nachden die zunächst beauftrage Firma Michel Bau aus dem fränkischen Klingenberg versagte. Der Beschluss war angesichts siebenstelliger Mehrkosten nicht selbstverständlich; Ortsvorsteherin Carola Biehal legte sich mit einem Appell an das Gremium ordentlich ins Zeug. Dennoch stimmten die CDU geschlossen und prominente Vertreter der Grünen gegen die schnelle Fortführung der Altlastensanierung im Wald.

Bei der geplanten Säuberung des Grundwassers wird sich dieses Jahr zeigen, ob die neuartige Technik tatsächlich leistet, was sie verspricht. Falls nicht, müsste Neuschloß wohl bis auf Weiteres mit dem erheblich belasteten Grundwasser leben.

Arbeiter verkabeln das unterirdische Pilotfeld zur Grundwassersanierung.
Arbeiter verkabeln das unterirdische Pilotfeld zur Grundwassersanierung.

Der Sportclub Kurpfalz wird zeigen müssen, wie realistisch die ambitionierten Ziele des neuen Vorsitzenden Wolfgang Osteroth sind, der Stefanie Schrod ablöste. Die Zahl der Mitglieder in zwei Jahren auf 200 zu verdoppeln und zusätzliche inhaltliche Schwerpunkte sind angestrebt. Der Verein startete in das Jahr motiviert mit einem Schnupper-Turnkurs für Kinder. Das angekündigte Gesundheitsprogramm des Vorsitzenden befindet sich laut Aushang am Ahornplatz noch in der Konzeption.

Die neue Vereinsspitze des SC Kurpfalz (von links: Pressewartin Ulrike Back, Schriftführerin Maria Senftner, zweite Vorsitzende Christine Kotschner-Klein, Frauenbeauftragte Rita Eberhard, erster Vorsitzender Wolfgang Osteroth und  Kassenwartin Petra Rudolph. Jugendwartin Kerstin Fritzsche ist nicht auf dem Bild.
Die neue Vereinsspitze des SC Kurpfalz (von links: Pressewartin Ulrike Back, Schriftführerin Maria Senftner, zweite Vorsitzende Christine Kotschner-Klein, Frauenbeauftragte Rita Eberhard, erster Vorsitzender Wolfgang Osteroth und Kassenwartin Petra Rudolph. Jugendwartin Kerstin Fritzsche ist nicht auf dem Bild.

Der Veranstaltungskalender für 2015 enthält schöne Höhepunkte, aber auch Wehrmutstropfen. Rot markieren im Kalender dürfen alle Neuschlößer schon Samstag, 18., und Sonntag, 19. Juli. Für dieses Wochenende lädt der Ortsbeirat und die Meute den Stadtteil wieder zum Schlossfest ein. Beim letzen Mal vor zwei Jahren war diese Freiluft-Veranstaltung ein großer Erfolg mit vielen Beteiligten und Gästen.

Helloween wird in Neuschloß zunehmend zum Ereignis.
Helloween wird in Neuschloß zunehmend zum Ereignis.

Im Herbst freuen wir uns besonders auf das Oktoberfest der Meute im Schlosskeller – zuletzt eine sehr gemütliche Runde mit etwa 40 gut gelaunten, teils mottogerecht gekleideten Neuschlößern. Das Helloween-Event, organisiert von Stefan Spiesberger aus der Orgelschule Kids on Keys, steht vor einer Neuauflage, genauso wie das Baumschmücken und der Adventsmarkt auf dem Ahornplatz. Schade ist, dass die klassischen Konzerte – hervorgegangen aus einer Kooperation von Stadt, Musikschule und evangelischer Johannesgemeinde – wegen der wechselhaften Resonanz vorerst nicht weitergehen sollen.

Werfen wir noch einen Blick auf das Thema Infrastuktur. Die ist ja immerhin für Pizzafreunde aus Neuschloß dramtisch besser geworden – vor allem an jenen Wochentagen, an denen Hungrige die meisten Varianten im Quattro Mori für pauschal fünf Euro abholen können. Die Geruchsbelästigung, ausgehend vom Abwasserkanal, hat zuletzt nachgelassen; die Abhilfe greift offenbar.

Fahrten, die hier beginnen, dauern gerne etwas länger.
Fahrten, die hier beginnen, dauern gerne etwas länger.

Nichts getan hat sich hingegen beim Busfiasko. Der Fahrpläne sind noch immer nicht auf den Bahnverkehr zwischen Frankfurt und Mannheim abgestimmt – ein Unding. Unser Wald um Neuschloß leidet noch immer unter den den Folgen des dramtischen Sturms im vergangenen August; viele Bäume sind nach Angaben von Förster Volker Harres noch derart geschwächt, dass selbst durchschnittliche Sommergewitter böse enden könnten.

Im Blick behalten müssen werden wir verstärkt die geplante Neuubaustrecke der Bahn, die ja im umgünstigen Fall Neuschloß streift; in das Thema scheint in jüngster Zeit wieder etwas Bewegung zu kommen.

Wie sind also die Aussichten für Neuschloß kurzgefasst? Auf uns wartet als Höhepunkt das Schlossfest; die Flüchtlinge, um die wir uns engagiert kümmern, verlassen unseren Stadtteil; wir haben wieder eine Gaststätte, genügend Plätze in Kinderkrippe und Kindergarten; die Sanierung des Sodabuckels geht weiter. Abwarten müssen wir, was aus unserem Beamtenbau wird, wie gut die Säuberung des Grundwassers gelingt, wie sich der Sportclub Kurpfalz entwickelt und in welche Richtung sich die ICE-Neubaustrecke bewegt. Die größten Herausforderungen liegen in den Themen Schülerbetreuung und öffentlicher Nahverkehr. Und natürlich sind wir sehr gespannt, mit was uns das Jahr 2015 noch überrascht.

Biehals Appell an die Stadtverordneten

Die Sanierung des Sodabuckels kann weitergehen. Das klingt nach einer Selbstverständlichkeit, ist es aber nicht, wie die jüngste Stadtverordnetenversammlung zeigte.

Nachdem die Stadt ihren Vertrag mit dem bayerischen Unternehmen Michel Bau gekündigt hatte, weil die Arbeiten monatelang nicht richtig vorankamen, musste die Lokalpolitik nun über das weitere Vorgehen entscheiden.

Die Verwaltung und Bürgermeister Gottfried Störmer befürworteten, die Arbeiten an jene Bietergemeinschaft von Sax&Klee und Ecosoil Süd zu vergeben, die vorher schon einen großen Teil der Grundstücke in Neuschloß erfolgreich von Altlasten befreit hatte. Die Firmen hatten für den Sodabuckel mitgeboten, waren aber dem billigeren Michel unterlegen. Nach einiger Diskussion und einer Sitzungsunterbrechung stimmten SPD, FDP und zwei Grüne zu. CDU und sechs Abgeordnete der Grünen waren dagegen, weil sie mit Blick auf Mehrkosten von 2,6 Millionen Euro über die Entscheidung gründlicher nachdenken wollten.

Zum Beginn der Sitzung hatte die Neuschlößer Ortsvorsteherin und Vorsitzende des Projektbeirats Altlasten, Carola Biehal (SPD), in einem Appell an die Versammlung erklärt, wie dringend die unmittelbare Fortführung ist. „Natürlich sind die bezifferten möglichen Mehrkosten enorm“, räumte sie ein. Doch die möglichen Alternativen zur Neuvergabe, die sie dann aufzeigte, dürften noch teurer kommen: „Eine geprüfte und genehmigte Planung liegt vor. Jede Neuplanung, Umplanung oder Neuausschreibung ist mit Zeitverzögerung, Kosten- und Preissteigerung verbunden. Was wir eventuell an Kosten in der Ausführung sparen könnten, zahlen wir dann für die Vorarbeiten. Und wenn jemand glaubt, dass neue Anbieter billiger sein könnte, so sollten wir bei der Realität bleiben: Die Fachfirmen kennen sich alle und jetzt kennen sie auch unser Problem.“

Biehal wies darauf hin, dass im jetzt vorbereiteten Abschnitt des Sodabuckels hochkontaminiertes Erdreich provisorisch abgedeckt ist. „Dort muss bei längerer Stilllegung der Baustelle auf jeden Fall eine weitere Sicherung erfolgen, etwa eine Umprofilierung oder Folienabdeckung. Auch dafür müssten wir zusätzlich Geld ausgeben.“ Deshalb bleibe bei realistischer Einschätzung nur die Neuvergabe an die Bietergemeinschaft – und ein Rechtsstreit mit der gekündigten Firma.

Michel Bau habe zunächst zügig und beanstandungslos gearbeitet. Unangenehm aufgefallen sei aber, dass trotz klarer Vorgaben im genehmigten Sanierungsplan und in der Verbindlichkeitserklärung des Regierungspräsidiums Darmstadt immer wieder Änderungen in der technischen Ausführung diskutiert worden seien. Dazu zähle auch der PH-Wert des Auffüllbodens, der sich offenbar zum entscheidenen Streitpunkt entwickelte. „Hier liegt der Fehler für meine Begriffe eindeutig bei der Baufirma.“

So berichten andere: Südhessen Morgen, Lampertheimer Zeitung

Altlastenverein informiert seine Mitglieder

Die Grundstücke sind saniert – doch ganz los ist Neuschloß die Hinterlassenschaften der 1927 geschlossenen chemischen Fabrik noch nicht. Im Wald hinter dem Buchenweg liegt auf dem Sodabuckel weiter hochgiftiges Material – und die von der Stadt initiierte Sanierung stockt.

Zugleich ist das Versuchsfeld im Ulmenweg für die verbesserte Grundwassersanierung fast fertig aufgebaut. Damit kommt das Pilotprojekt der Universität Heidelberg in die heiße Startphase. An einem Gelingen muss uns allen gelegen sein, damit auch künftige Generationen unbesorgt ihr Trinkwasser im Bürstädter Wald zapfen können.

Genug Themen also für den Altlastenverein, um wieder einmal zusammenzukommen – im Rahmen einer Mitgliederversammlung. Geplant ist sie im Restaurant an der Forsthausstraße 7, das sich jetzt Quattro Mori nennt. Los geht’s am Donnerstag, 27. November, um 19.30 Uhr

Eingeladen sind auch Fachleute der Sanierer von der HIM und der Stadtverwaltung.

Die Tagesordnung
1. Begrüßung und Formalia
2. Rückblick (Erste Vorsitzende Carola Biehal)
3. Sachstand der Sanierung und Wiederherstellung Grundstücke (Vertreter der HIM)
4. Pilotversuch zur Sanierung des Grundwassers (Vertreter der HIM)
5. Sanierung des Sodabuckels (Vertreter der Stadt Lampertheim)
6. Verschiedenes

Sodabuckel: Stadt wirft Baufirma raus

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Unter der Rubrik „Was wir besonders gut können“ schreibt Michel Bau über sich selbst: „Seit mehr als 25 Jahren haben wir unser Kompetenzfeld Bauen für den Umweltschutz kontinuierlich gestärkt. Heute sind wir in diesem Bereich bundesweit eines der erfolgreichsten und renommiertesten Unternehmen.“ Die Webseite stellt auch einige entsprechende Bauprojekte vor. Den Neuschlößer Sodabuckel suchen Leser dort aber vergebens. Und das hat seinen Grund: Michel Bau ist raus. Die Stadt Lampertheim hat den Vertrag gekündigt, nachdem die Arbeiten zur Sanierung des altlasten-belasteten Waldstücks monatelang nicht richtig vorankamen.

In einem Schreiben an die Anwohner erläutert Bürgermeister Gottfried Störmer, Michel Bau sehe sich seit Pfingsten nicht in der Lage, die Auffüllerde in der geforderten Qualität zu liefern. Es sei davon auszugehen, dass sich das nicht ändere.

Nun ist ja kaum anzunehmen, dass es auf dem Markt Lieferprobleme für sauberen Boden gibt. Es sieht für Beobachter eher so aus, als wolle er ganz bewusst nicht gekauft werden. Vielleicht weil die Erde in der geforderten Qualität teurer ist als in der Kalkulation angenommen. Vielleicht sogar so viel teurer, dass es für das Unternehmen unterm Strich günstiger ist, den Auftrag zu verlieren.

Fakt jedenfalls ist, dass Michel Bau mit seinem Angebot auf die nationale Ausschreibung die geringsten Kosten aufgerufen und genau deshalb den Zuschlag von der Stadt bekommen hatte. Jene Ingenieure und Baufirmen, die die Sanierung der mehr als hundert bewohnten Grundstücke in Neuschloß übernommen hatten, gingen leer aus.

Genau diese Fachleute ziehen schon lange die Augenbrauen hoch, wenn sie auf das günstige, siegreiche Angebot angesprochen werden. Es war bisher freilich schwierig zu unterscheiden, ob das die pflichtgemäße Reaktion aus den Reihen der unterlegen Firmen ist – oder tatsächlich Bedenken schon von Anfang an begründet sind, ob zu den vereinbarten Konditionen tatsächlich wirtschaftlich geliefert werden kann. Klar ist jetzt jedenfalls: Michel Bau liefert nicht.

Damit sind zwei weitere Dinge offenkundig: Die zunächst unterlegenen Unternehmen dürften eine neue Chance bekommen, beim Projekt Sodabuckel einzusteigen. Die Stadt sagt, zwei Firmen mit Interesse an dem Folgeauftrag erarbeiteten bereits ihre Angebote. Und: Es wäre eine Überraschung, wenn die Sanierungskosten auf dem Niveau des jetzt gescheiterten Vertrags blieben. Die Sanierung des Sodabuckels dürfte also für die Stadt teurer werden.

Offen ist hingegen noch, ob das Ganze den Zeitplan durcheinander wirft. Naheliegend ist der Gedanke schon, wenn die Baustelle seit Pfingsten ruht. Bürgermeister Störmer gibt sich in dem Schreiben an die Anwohner jedoch optimistisch. Zwar könnten die Arbeiten erst im nächsten Jahr weiter gehen. Gegenwärtig würden aber „Möglichkeiten zu einer Beschleunigung der Arbeiten geprüft, so dass die Stadt Lampertheim das ursprüngliche Sanierungsziel einer Rekultivierung des Sodabuckelgeländes im Frühjahr 2016 weiterhin anstrebt.“

Die Verwaltung wird nach eigenen Angaben in den nächsten Tagen prüfen, ob für die Überwinterung der Baustelle noch Dinge zu erledigen sind – geht aber davon aus, dass das nicht der Fall ist. Der Sodabuckel sei schon zur Stillstandszeit seit Pfingsten in gesicherten Zustand hinterlassen. Immerhin eine gute Nachricht.

So berichten andere: Südhessen Morgen.

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Arbeiten am Testfeld kommen voran

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Im Ulmenweg kommen die Arbeiten am Testfeld zur Grundwassersanierung in die heiße Phase. Arbeiter haben jetzt die Trinkwasserleitung auf mehrere Meter ausgegraben und seitlich versetzt, um neuen Infiltrationsbrunnen und Beoabachtungsmessstellen Platz zu machen. Als nächstes werden die Bagger nun den Ulmenweg bis in den Wald in Höhe des Sodabuckels aufreißen, um Wasserleitungen zur geplanten Misch- und Dossieranlage zu verlegen.

Das wird etwa zwei Wochen lang dauern. Zeitweise kommen die Anwohner auf der Straßenseite mit den geraden Hausnummern nicht mit dem Auto auf ihre Grundstücke. Die Baufirma werde die Betroffenen jeweils im Detail informieren, verspricht Jochen Blecher vom Bürgerbüro Neuschloß. Stahlplatten liegen bereit, um in eiligen Fällen die Baugrube zu überbrücken.

Schon jetzt ist absehbar, dass das Parken in den nächsten Wochen für die Anwohner recht schwierig sein wird. Die meisten finden aber ihre Lösungen. Einige parken beispielsweise im Wacholderweg und laufen durch die Gärten in den Ulmenweg.

Im Anschluss gehen die Baggerarbeiten weiter im Eichenweg. Der Leitungsverlauf ist folgendem Plan zu entnehmen:

Das Versuchsfeld soll später ermitteln, ob es erfolgversprechend ist, Phosphat ins Grundwasser zu geben, damit sich tief am Gestein festsitzendes Arsen löst – und die Grundwassersanierung so beschleunigt werden kann. Gelingt das nicht, zeichnet sich ab, dass das Land die Grundwassersanierung als zu langwierig in Frage stellen würde.

Interessante Details zu den Plänen sind der Präsentation zu entnehmen, mit der die Sanierungsplaner Mitte Juni die Neuschlößer im Bürgersaal am Ahornplatz informiert hatten.

Mehr dazu auf unserer Themenseite zur Grundwassersanierung.

Arbeiten am Sodabuckel laufen wieder

Gute Nachrichten, schlechte Nachrichten von der Altlastensanierung auf dem Sodabuckel. Fangen wir mit dem Unerfreulichen an. Der Sturm vom Sonntag und die Verwüstungen im Wald machen natürlich auch den Sanierern zu schaffen. Die gute: Inzwischen hat sich das händeringend gesuchte Bodenmaterial gefunden, so dass die Baufirma nun an den flachen Stellen weitermachen kann.

Weil die Erde, für deren Beschaffenheit ziemlich genaue Anforderungen gelten, bis zuletzt nicht aufzutreiben war, mussten die Arbeiten einige Wochen ruhen. Zum Jahresbeginn wurden dort bereits die Bäume gefällt.

Seit Montag geht es nun weiter, wie die Stadt in einer Anwohnerinformation mitteilt. „In den nächsten Tagen werden zunächst die Sturmschäden beseitigt und vorbereitende Arbeiten für den Einbau der Wasserhaushaltsschicht vorgenommen“, werden die nächsten Schritte erläutert. Diese unterirdische Sperre soll wie im Wohngebiet verhindern, dass Regenwasser jene Schadstoffe ins Grundwasser spült, die unter der sanierten Ebene weiter liegen.

In den flachen Randbereichen, die aktuell an der Reihe sind, ist eine Folie das zentrale Element dieser Schicht. Auf sie tragen die Arbeiter später Erde auf und pflanzen flachwurzelnde Sträucher an.

Die höher liegenden Stellen des Sodbuckels sind im kommenden Jahr dran. Auch dort werden dann die Bäume gefällt und eine Sperre eingezogen, die allerdings abweichend aus wasserableitenden Bodenmaterialien besteht. Die Erde, die dort darüber aufgefüllt wird, erlaubt, flachwurzelnde Bäume zu pflanzen. Dafür hatten sich Projekt- und Ortsbeirat eingesetzt.

Bürgerbüro informiert über Grundwassersanierung

Das Bürgerbüro der Altlastensanierer lädt ein zu einer Informationsveranstaltung zur Grundwassersanierung am Mittwoch, 16. Juli, 18 Uhr im Bürgersaal am Ahornplatz.

Die HIM-ASG will im Herbst einen Pilotversuch starten zur Optimierung der Grundwassersanierung im Zusammenhang mit der Sanierung des ehemaligen Betriebsgeländes der chemischen Fabrik Neuschloß. Zur Vorbereitung seien Bohrarbeiten im Ulmenweg sowie Leitungsbauarbeiten im Ulmenweg und Eichenweg von Ende Juli an notwendig, heißt es in einem Papier, das an die Anwohner verteilt wurde. Die HIM-ASG wird den Pilotversuch und die damit verbundenen Arbeiten vorstellen.

Die Hintergründe dazu hat Neuschloss.net bereits vor einiger Zeit ausführlich vorgestellt.

Punktlandung: Sodabuckel wie geplant gerodet

Das hat am Ende noch einmal prima geklappt: Die flachen Teile des Sodabuckels sind wie geplant bis zum 28. Februar gerodet, die Baumstämme und Äste weggebracht. Das ist eine beachtliche Leistung. Zwischenzeitlich hatte es so ausgesehen, als sei das kaum noch zu schaffen, weil in den ersten zwei der vier vorgesehenen Wochen die Sägen noch nicht arbeiteten. Im schlimmesten Fall hätte, weil nach dem Februar aus naturschutzrechtlichen Gründen die Bäume nicht mehr fallen dürften, die Sanierung verschoben werden müssen. Alles gut also zum Schluss – und jetzt kann’s richtig losgehen mit der Sanierung des Sodabuckels, für die die Stadt Lampertheim verantwortlich ist.

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Fehlstart beim Sodabuckel

Die Wege sind gesperrt - doch die Bäume auf dem Sodabuckel ragen ungestört in den sonnigen Winterhimmel.
Die Wege sind gesperrt – doch die Bäume auf dem Sodabuckel ragen ungestört in den sonnigen Winterhimmel.

Die Absperrungen an den Wegen rund um den Sodabuckel stehen seit Ende Januar. Und auf der Bereitstellungsfläche gegenüber des Spielplatzes im verlängerten Alten Lorscher Weg hat das Unternehmen Michel Bau erste Container und Geräte aufgestellt. Aber das war’s dann auch. Eigentlich was das ganz anders geplant. Startet die Sanierung des Sodabuckels gleich am Anfang mit einem Fehlschlag? Es sieht danach aus.

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Sodabuckel: Stadt setzt auf Transparenz

Präsentation der Sodabuckelpläne im Bürgersaal am Ahornplatz.
Präsentation der Sodabuckelpläne im Bürgersaal am Ahornplatz.

Bei der beginnenden Sanierung des Sodabuckels setzt die Stadt auf Transparenz und direkte Wege für die Anwohner. Das wurde mit der Präsentation der Sanierungspläne deutlich, zu der Bürgermeister Gottfried Störmer in den Bürgersaal am Ahornplatz geladen hatte. Gut 30 Anwohner waren dabei.

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Stadt informiert über Sodabuckel

Noch ist der Sodabuckel hinter dem Buchenweg gefährlich.
Noch ist der Sodabuckel hinter dem Buchenweg gefährlich.

Noch ist der Sodabuckel im Wald hinter dem Buchenweg gefährlich. Doch der Beginn der Sanierung rückt endlich näher. Bürgermeister Gottfried Störmer lädt die Anwohner für Donnerstag, 16. Januar, 18 Uhr, zu einer Infoveranstaltung darüber in den Bürgersaal am Ahornplatz ein. Mehr im Terminkalender.

Grundwasser: Sanierung oder Sicherung?

Eine von vielen Probestellen in Neuschloß zur Untersuchung des Grundwaasers.
Eine von vielen Probestellen in Neuschloß zur Untersuchung des Grundwaasers.

Wer heute durch den alten Teil von Neuschloß läuft, sieht schöne neue Straßen und blühende Gärten – das Ergebnis der aufwendigen Bodensanierung. Doch tief unter der Erde, im Grundwasserleiter, gibt es weiter Hinterlassenschaften der früheren chemischen Fabrik. Im Blickpunkt steht dabei vor allem Arsen.

An der Landesstraße, in der Nähe von Abwasserpumpstation und kleinem Friedhof-Parkplatz, rauscht das Grundwasser durch die Sanierungsanlage. Tag und Nacht ziehen bisher die Pumpen dort Wasser aus verschiedenen Brunnen an, reinigen es und geben das gesäuberte Nass über andere Brunnen zurück ins Grundwasser. Jedes Jahr holt die Anlage 60 Kilogramm Arsen aus dem Grundwasser. Das ist eine ordentliche Menge; etwas deutlicher formuliert: Daran können ziemlich viele Menschen sterben.

Die Grundwassersanierung könnte also ein Erfolg sein – wäre die Gesamtbelastung nicht kaum vorstellbar hoch. Die Experten gehen von sieben bis zehn Tonnen Arsen im Neuschlößer Grundwasserleiter aus. So richtig was ändern würde sich im Grundwasser, geht alles so weiter wie bisher, also frühestens in 150 Jahren.

Die Grafik der Sanierer zeigt: Die höchste Arsen-Belastung findet sich westlich des alten Ortskerns von Neuschloß, also außerhalb des ehemaligen Betriebsgeländes der chemischen Fabrik.
Die Grafik der Sanierer zeigt: Die höchste Arsen-Belastung findet sich westlich des alten Ortskerns von Neuschloß, also außerhalb des ehemaligen Betriebsgeländes der chemischen Fabrik. Quelle: www.sanierung-neuschloss.de

Andererseits: Die Schadstofffahne, ein Kilometer lang, bewegt sich mit 15 Zentimeter pro Jahr in Richtung Wasserwerk im Bürstädter Wald. Heute liegen noch 2,5 Kilometer zwischen Arsen und Werk. Demnach erreichen die Schadstoffe das Wasserwerk in 300 bis 400 Jahren.

Für das Grundwasser sind das nicht wirklich lange Zeiträume. Aber uns Menschen kommt das alles ziemlich lange vor. Vor allem dem Land Hessen, das die laufende Grundwassersanierung bezahlen muss, kommt das alles ewig lange vor. Auch mit Blick darauf, dass man mit dem eingesetzten Geld bei anderen Projekten an anderen Orten schneller zu vorzeigbaren Erfolgen kommen kann.

Deshalb soll es so wie bisher nicht weitergehen in Neuschloß. „Die Effektivität ist gleich null, weil die Ist-Konzentration weiter gleich der Ausgangs-Konzentration ist – und das bei Kosten von bisher insgesamt gut acht Millionen Euro“, erläuterten die Behörden dem Projektbeirat Altlasten Neuschloß. Mit der derzeitigen Technik sei Neuschloß nicht sanierbar.

Nun also gehen die aktuellen Bestrebungen dahin, den Schaden unter der Erde nicht zu beseitigen, sondern zu sichern. Sprich mit einem auszuklügelnden System von Wasserentnahmen und -zufügungen über verschiedene Brunnen dafür zu sorgen, dass sich die Schadstofffahne nicht weiter bewegt. Dreck und Gifte bleiben im Grundwasserleiter unter Neuschloß. Zugleich schraubt das Land die eigentliche Grundwassersanierung zurück, um Geld zu sparen.

Eine Chance hat Neuschloß aber, doch noch einen sauberen Grundwasserleiter zu bekommen. Die Universität Heidelberg entwickelt derzeit ein chemisches Verfahren, das helfen könnte. Die Behörden haben vor einigen Tagen einen zweijährigen Feldversuch angestoßen, der darauf basiert. Start soll im kommenden Jahr sein. Das Prinzip: Ins Grundwasser wird ein Stoff gegeben, der dafür sorgt, dass sich mehr Arsen im Grundwasserleiter löst. Entsprechend größere Mengen könnte die Grundwassersanierungsanlage dann in gegebener Zeit aufnehmen.

Wenn das Heidelberger Verfahren funktioniert, erscheint eine Sanierung innerhalb von zehn, 15 Jahren denkbar. Auch für das Land könnte das ein politisch vermittelbarer Zeitraum sein – es könnte sogar einen bisher einzigartigen Erfolg verkünden. Klappt die Technik nicht, muss Neuschloß nach der Vorstellung der Behörden mit der festgezurrten Schadstofffahne leben.

Die Anwohnervertretung der Neuschlößer – Projektbeirat Altlasten und Altlastenverein – hält eine Sicherung statt einer Sanierung für inakzeptabel. „Wir kämpfen für eine Sanierung, wir wollen keine Sicherung!“, sagte Vorsitzende Carola Biehal in der Mitgliederversammlung des Altlastenvereins. Und: „Unsere große Hoffnung der Feldversuch.“

Update November 2016: Der Modellversuch, den Regierungspräsidium Darmstadt und Universität Heidelberg gemeinsam betreiben, verläuft vielversprechend. Inzwischen liegt der Abschlussbericht vor; bis Februar 2017 entstehen die Detailpläne, wie ins Grundwasser zugeführte Phosphate das an Gesteinen festsitzende Arsen am besten lösen. Entscheidend bei der Grundwassersanierung ist am Ende die Finanzierung, die auf das Land hinaus laufen könnte.

Update Sommer 2017: Es liegt eine Machbarkeitsstudie zur großtechnischen Umsetzung der Arsenmobilisierung vor. Das Hessische Umweltministerium finanziert das Projekt.

So berichten andere: Uwe Rauschelbach kommentiert im Südhessen Morgen. Er schreibt unter anderem: „In der Tat wäre ein Zukunftsszenario von der Art, dass in Neuschlosser Grundwassertiefe eine Zeitbombe namens Arsen ticken könnte, nicht zu akzeptieren. Warum sollten 80 Millionen Euro in einen Stadtteil gesteckt worden sein, nur um dieses unwägbare Risiko auf die Schultern nachfolgender Generationen zu schieben? Den Sodabuckel werden die Bewohner dulden müssen. Er wird aber in einen Zustand versetzt, der sein Risikopotenzial herabsetzt. Davon kann bei der Grundwassersanierung noch keine Rede sein. Die Bewohner des Stadtteils werden noch einmal tief Luft holen und sich zu Wachsamkeit ermahnen müssen.“

Der zugehörige Bericht zeigt in einem Bild die Grundwassersanierungsanlage von innen.

Die Lampertheimer Zeitung berichtet ebenfalls.

Hochgerechnete Kosten: Läuft die Grundwassersanierung so weiter wie bisher, dauert sie lange und ist teuer (blaue und orange Linien). Mit dem Heidelberger Verfahren (rote und grüne Linien links) ginge es deutlich schneller, was auch Kosten sparen würde. Das Verfahren wird nun getestet.
Hochgerechnete Kosten: Läuft die Grundwassersanierung so weiter wie bisher, dauert sie lange und ist teuer (blaue und orange Linien). Mit dem Heidelberger Verfahren (rote und grüne Linien links) ginge es deutlich schneller, was auch Kosten sparen würde. Das Verfahren wird nun getestet.

Altlasten-Vorstand macht weiter

Der alte Vorstand des Altlastenvereins ist auch der neue: Die Mitglieder bestätigten die Vereinsspitze komplett. Erste Vorsitzende bleibt also Carola Biehal, zweiter Vorsitzender Günter Weidenauer, dritter Vorsitzender Michael Bayer. Den Vorstand komplettieren Schriftführerin Gabriele Klos, Kassenwart Günter Kirchenschläger sowie Beisitzerin Helga Irrgang und Beisitzer Horst Irrgang. Das Mandat läuft über weitere zwei Jahre.

Zu Beginn des Treffens im Café am Ahornplatz gedachten die Anwesenden dem Gründungsmitglied Ralf Peter mit einer Schweigeminute. Er war im August überraschend gestorben.

Altlastenverein informiert seine Mitglieder

Die Sanierung der Grundstücke im Wohngebiet haben die meisten von uns hinter sich gebracht. Doch die Altlasten beschäftigen unseren Stadtteil weiter. Zu tun gibt es noch unter der Erde, beim Grundwasser, und hinter den Buchenweg-Grundstücken, beim Sodabuckel. Beide Themen sind wichtig, damit auch unsere Kinder und Enkel endgültig nichts mehr mit den Schadstoffen zu tun haben.

Zu beiden Themen gibt es Neuigkeiten, über die der Verein Altlasten Neuschloß in einer ordentlichen Mitgliederversammlung informieren möchte am Donnerstag, 28. November 2013, 19.30 Uhr, im Café am Ahornplatz, Lampertheim-Neuschloß, Ahornweg 1.

Die Stadt Lampertheim wird schon bald die Sanierung des Sodabuckels starten. Hier berichtet der Verein von Fragen der Anwohner: Fahren wieder viele Lastwagen durch unseren Stadtteil? Wie werden die direkten Anwohner vor giftigem Staub geschützt? Wie soll das Gelände später aussehen? Antworten darauf gibt in dem Treffen Stephan Frech von der Stadtverwaltung.

Die Grundwassersanierung läuft seit Jahren – und holt große Mengen an Giften aus dem Wasser. Das ist die eine Seite. Die andere Seite: Die Konzentration der Schadstoffe im Grundwasser nimmt kaum ab – sie ist schlicht zu massiv. Für die Behörden tatsächlich ein Grund, den Sinn der Sanierung in Frage zu stellen. Die Sanierer der HIM erklären den Stand der Dinge.

Auf der Tagesordnung stehen auch turnusmäßige Wahlen des Vorstands. Die bisherige Vereinsspitze, bestehend aus Carola Biehal, Dr. Günter Weidenauer und Michael Bayer, weist darauf hin: Sollte die Versammlung nicht beschlussfähig sein, wird satzungsgemäß eine zweite Versammlung mit derselben Tagesordnung einberufen, die sofort und anschließend stattfindet. Sie ist dann ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienen Mitglieder beschlussfähig. „Dennoch fänden wir es ein schönes Zeichen, viele Mitglieder zu sehen“, heißt es in der Einladung.

Die Tagesordnung auf einen Blick:

  1. Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit
  2. Rückblick (Erste Vorsitzende Carola Biehal)
  3. Grundwassersanierung (HIM-Altlasten-Sanierungsgesellschaft ASG)
  4. Sanierung Sodabuckel: Verkehrsführung /Staubschutz/Wiederherstellung (Stadtverwaltung Lampertheim)
  5. Kassenbericht (Kassenwart Günter Kirchenschläger)
  6. Entlastung des Vorstands
  7. Neuwahlen
  8. Verschiedenes

Projekt- und Bürgerbüro jetzt im Erlenweg

Akten, Akten, Akten.
Blick in das Büro.

Akten, Akten, Akten – alleine etwa 2000 Ordner sind umgezogen von der Forsthausstraße in den Erlenweg 4. Das Projekt- und Bürgerbüro der Altlastensanierer ist in seinem neuen Zuhause ankommen. Der langjährige Projektleiter Ulrich Urban der HIM-ASG wird von dort aus die verbleibenden Arbeiten organisieren: Die Handwerker müssen auf einigen Grundstücken noch Sachen aufbauen – und andernorts Mängel beseitigen.

Jochen Blecher vom Bürgerbüro wird sich vor allem um die Berechnung und Ausarbeitung der Mehr- und Minderkosten für die Grundstücksbesitzer im dritten bis fünften Sanierungsabschnitt kümmern – und so wahrscheinlich die Aktenberge noch höher stapeln.

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Ursprünglich sollte das Büro bereits Ende 2012 schließen – und ging dann in die Verlängerung. Die Vertretung der Anwohner, der Projektbeirat Altlasten Neuschloß, hatte sich zuvor in einem Gespräch mit dem Hessischen Umweltministerium dafür stark gemacht.

Urban und Blecher planen feste Öffnungszeiten, wie sie Neuschloss.net mitteilen, „um einen geordneten, relativ störungsfreien Büroablauf zu erreichen.“ Sie sind aber in jedem Fall telefonisch und per Mail zu erreichen:

  • Ulrich Urban: Telefon 06206/95 47 74, E-Mail: ulrich.urban (at) asg-lampertheim.de
  • Jochen Blecher: Telefon 06206/95 47 76, E-Mail: bbn-lampertheim (at) gmx.de

Neuschloss.net schickt Brot und Salz per E-Mail!

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Neuschloß bekommt die Kinderkrippe!

20.07 Uhr: Die neue Kinderkrippe der Stadt Lampertheim wird in Neuschloß gebaut. Dafür stimmen in der Stadtverordnetenversammlung geschlossen die Fraktionen von SPD und FDP. Die CDU ist komplett dagegen. Die Grünen votieren unterschiedlich. Insgesamt 26 Stimmen für Neuschloß, 18 dagegen.

Einstimmig fällt der grundsätzliche Beschluss, eine Krippe zu bauen. Auch dass fünf Gruppen errichtet werden sollen, fällt auf allgemeines Wohlgefallen. Gebaut werden soll in energetischer Modulbauweise.

19.56 Uhr: Fritz Götz (SPD) freut sich über die rege Diskussion. Sie triftet ein wenig ab und wendet sich der Baugenossenschaft zu – nach einer Provokation von Dieter Meyer (CDU).

19.50 Uhr: Ein Vertreter der Grünen führt als Argument gegen eine Krippe in Neuschloß an, es entstehe zu viel Autoverkehr und CO2-Belastung. Ein anderer, Vater von vier Kindern, ist für Neuschloß wegen des Waldes. Der Weg zur Natur sei näher.

19.47 Uhr: Es gibt offenbar ein neues Angebot der katholischen Kirche, einen Teil ihres benachbarten Grundstücks zur Verfügung zu stellen. Das könnte eventuell eine einstöckige Bauweise ermöglichen.

19.43 Uhr: Bürgermeister Erich Maier geht ans Mikrofon: „Es gibt keinen belastbaren Grund, warum man den Standort Lamertheim vor Neuschloß vorziehen muss.“ Und zu den Grünen: „Die Krippe werden wir noch 30 Jahre lang nutzen.“ Wenn in vielen Jahren Einrichtungen geschlossen würden, dann ältere.

19.39 Uhr: Die SPD berichtet, der Vertreter der CDU im Ortsbeirat, Klaus Schultheis, habe in einem Schreiben an den Ortsbeirat sein Entsetzen über die Äußerung des CDU-Stadtverordneten Hofmann ausgedrückt. Die SPD macht die Abstimmung über den Krippenstandort zu einer Abstimmung über „Ja zu Neuschloß“.

19.37 Uhr: Die CDU kritisiert Biehal, es sei nicht schön, dass seine Fraktion von der Ortsvorsteherin als einzige in die Ecke gestellt würde. „Frau Biehal, das war keine gute Nummer.“

19.33 Uhr: Helmut Rinkel, Fraktionsvorsitzender der Grünen, ist gegen Neuschloß, weil er dort keine mögliche Folgenutzung sieht, wenn keine Krippe mehr gebraucht wird. „Außerdem sollten wir die Kernstadt nicht aus der Hand geben.“ Bei den Grünen würden alle so abstimmen, wie sie wollen; der Fraktionszwang sei aufgehoben.

19.28 Uhr: Die SPD spricht sich für Neuschloß aus.

19.23 Uhr: Werner Hofmann (CDU) steht am Mikrofon: „Meine Äußerungen waren wohl unbedacht. Über die Redaktionen war ich überrascht. Gleichwohl habe ich sie provoziert. Sorry.“ Die CDU bleibt bei ihrem Nein zum Krippenstandort Neuschloß. „Wir müssen uns nicht schämen. Wir sind verantwortlich für Gesamt-Lampertheim.“

19.20 Uhr: Das Thema Kinderkrippe wird aufgerufen. Die SPD erinnert daran, wie wichtig es ist, bis zum August 2013 die neue Krippe fertig zu haben. „Eltern können sonst auf Verdienstausfall klagen.“

19.15 Uhr: Biehals Auftritt ist um. „Kann man hier dazu Stellung nehmen?“, fragen Stadtverordnete. Die Sitzungsleitung antwortet: „Wir kommen später zu dem Punkt.“ Sie erinnert an den Paragrafen, nach dem Ortsvorsteher in der Stadtverordnetenversammlung das Recht haben, Dinge mitzuteilen.

19.11 Uhr: Die Neuschlößer Ortsvorsteherin kommt zum Schluss: Die CDU wolle wahrscheinlich einen anderen Standort für die Krippe in Lampertheim – und suche nach Argumenten. „Sie sollten sich schämen.“

19.10 Uhr: „Haben Sie je den Sanierungsplan gelesen?“, fragt Biehal sauer. „Sie waren sogar gegen die Trassensanierung unter den Straßen!“, stellt sie die Kompetenz der CDU in Frage.

19.09 Uhr: Das gab es lange nicht mehr – eine Ortsvorsteherin tritt unter dem Punkt Mitteilungen ans Mikrofon. Carola Biehal aus Neuschloß blickt auf die CDU.

19.05 Uhr: Diverse Mitteilungen. Zwei Stadtverordente treten ab. Einige hatten Geburtstag.

19.00 Uhr: Die Glocke klingelt – Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass eröffnet die Sitzung.

18.57 Uhr: Der Sitzungssaal des Stadthauses füllt sich. Die Lampertheimer Stadtverordneten kommen am heutigen Freitag zusammen. Thema sein werden unter anderem die skandalösen Äußerungen des CDU-Stadtverordneten Werner Hofmann, der seine möglichen Enkelkinder nicht im altlasten-sanierten Neuschloß spielen sehen will.