Straßenfest im Lindenweg

Sommerfest der Kinderkrippe 2016

Grillabend der SPD auf dem Ahornplatz

Spielplatz-Renovierung der Bürgerkammer

Herbst-Flohmarkt an der Pestalozzischule

Lichterfest der Pestalozzischule

Adventsmarkt auf dem Ahornplatz 2016

Weihnachtsbaum-Schmücken am Ahornplaz 2015

Szenen vom Neuschlößer Adventsmarkt 2014

Adventsmarkt auf dem Ahornplatz 2015

Weihnachtsfeier Pestalozzischule 2015

Spargellauf 2016 in Neuschloß

Jubiläumskonzert des evangelischen Posaunenchors

Musik zum Triathlon 2016

Doch Geld für den Umbau der Bushaltestelle

Nimmt das Hin und Her beim geplanten großen Umbau der Bushaltestelle „Neuschloß Ort“ ein gutes Ende? Die Stadtverordnetenversammlung stellt auf Antrag der SPD jetzt doch Geld schon für das kommende Jahr bereit. 100.000 Euro sind nun für 2019 im Haushalt eingeplant.

Ziel des Umbaus ist zum einen, die Haltestelle für die Linien 644 und 602 so anzuheben, dass der Einstieg ebenerdig möglich ist.

Zum anderen würden die Busse künftig sowohl in Richtung Lampertheim als auch in Richtung Hüttenfeld in den Seitenweg abbiegen. Damit könnten die Fahrgäste in beide Richtungen in der Nähe der Grünanlage auf den Bus warten, und die Schulkinder aus dem alten Ortskern müssten auf dem Nach-Hause-Weg nicht wie bisher die viel befahrene Landesstraße überqueren.

Ein Projekt, das Neuschloß an zentraler Stelle schöner und sicherer machen wird!

Pläne für die Bushaltestelle "Neuschloß Ort"
Pläne für die Bushaltestelle „Neuschloß Ort“

Eigentlich sollte die Bushaltestelle „Neuschloß Ort“ schon längst in den sicheren Nebenweg der Landesstraße verlegt sein. Doch weil in Lampertheim vor der Bahnunterführung in der Neuschloßstraße der Kreisel und damit gleich die dortige Bushaltestelle neu gebaut wurde, trat unser Stadtteil zurück. Auf das Versprechen setzend, dass wir dann 2019 dran sind. Seien wir aber nicht, berichtete Erster Stadtrat Jens Klinger noch im September völlig überraschend der Bürgerkammer: „Hessen Mobil fördert das Projekt erst im Jahr 2020“.

Vorlegen wolle die Stadt dieses Geld im Herbst noch nicht: „Wenn wir einen Kredit aufnehmen für Haltestelle, verstoßen wir gegen das Haushaltsrecht“, erläuterte Klingler seinerzeit mit Blick auf geringere Gewerbeeinnahmen als erhofft. „Das Projekt ist fertig, es müsste nur ausgeschrieben werden. Aber aktuell sind alle Projekte gestoppt, die noch nicht ausgeschrieben sind“, hatte es geheißen. Wenn man hier anders vorgehen wollte, sei das „eine politische Entscheidung“. Diese politische Entscheidung wurde jetzt offenbar getroffen – zugunsten des Umbaus im kommenden Jahr.

Die Bushaltestelle in Richtung Hüttenfeld verschwindet hier - und wird ebenfalls in den gegenüber liegenden Seitenweg verlegt.
Die Bushaltestelle in Richtung Hüttenfeld verschwindet hier – und wird ebenfalls in den gegenüber liegenden Seitenweg verlegt.

Neuschloß ist ein Geopunkt

Die Geschichte von Neuschloß erzählt ausführlich die Festschrift der Bürgerkammer – und jetzt, zusammengefasst in wenige Absätze – auch eine Tafel vor dem Beamtenbau, die Neuschloß zum offiziellen Teil des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald macht.

Der Geopunkt wurde jetzt offiziell übergeben, unter anderem mit Bürgermeister Gottfried Störmer, der Vorsitzenden der Bürgerkammer Carola Biehal und der Lampertheimer Architektenfamilie Braun, der das historische Gebäude, um das im Wesentlichen geht, gehört.

 

Der Text legt einen Schwerpunkt auf die Fürstenzeit, spannt aber auch den Bogen über die Chemiefabrik bis zur Besiedelung und späteren Altlastensanierung. Am Rand steht eine englischsprachige Übersetzung für die internationalen Gäste in Neuschloß. Einige Illustrationen ergänzen die Erläuterungen.

Es ist die dritte Tafel dieser Art in Lampertheim. Eine weitere erklärt Altrhein und Biedensand, und auch die Lampertheimer Spargelhäuschen werden entsprechend gewürdigt.

Bürgermeister Störmer betonte in Neuschloß, er sehe die Tafeln als Teil des Bemühens, die touristische Attraktivität Lampertheims herauszuarbeiten. Nach der Übergabe ging es zu einem kleinen Empfang im Meutekeller – wo es Kaffee zum Aufwärmen gab.

Weihnachtsmarkt auf dem Ahornplatz

Der Weihnachtsmarkt auf dem Ahornplatz – in diesem Jahr war er noch kleiner, aber auch feiner als sonst. Beinahe wäre er ausgefallen, verriet Carola Biehal, die Vorsitzende der Bürgerkammer, in ihrer Begrüßung. Denn noch am Morgen hatten einige Standbetreiber wetter- und krankheitsbedingt abgesagt. Das Ergebnis war am Ende umso schöner.

Denn weil Steaks und Würstchen ausfielen, näherten sich die Gäste den eher ungewöhnlichen Angeboten. Eierwein beispielsweise oder Pommes mit Kochkäse. Andrang und Lob waren riesig. Genau wie vor Familie Castellanis Pizzaofen, das aber schon traditionell.

Das gilt natürlich auch für den Auftritt des Posaunenchors der evangelischen Johannesgemeinde und der Mädchen und Jungen des Kindergartens im Wacholderweg, die einige Lieder vortrugen. So schön und laut, dass es sogar der Nikolaus hörte, der herbeieilte und als Dank Adventskalender verteilte.

Zum 26. Mal feierte Neuschloß den Markt. Seit dem Jahr 1992 bauen vor allem Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils am ersten Adventssonntag auf dem Ahornplatz ihre Stände auf. Sie verkaufen Handarbeiten, backen und braten Essen, schenken Glühwein aus und Kinderpunsch. Und schaffen damit einen gemütlichen Rahmen zum Plaudern.

Beim Weihnachtsmarkt stellten sich auch die Neuschlößer Einrichtungen vor. Dabei waren unter anderem der städtische Kindergarten, der Sportclub Kurpfalz und die Johannesgemeinde, die in ihrem Gemeinderaum Kaffee und Kuchen anbot. Petra Bärwald verkaufte ihre liebevolle Kinderkleidung.

Organisiert wurde der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr von der Bürgerkammer. Sie bot den Gästen auch als unterhaltsame Lektüre oder schönes Geschenk noch einmal die Festschrift zum Neuschloß-Jubiläum an mit der kurzweilig dargestellten Geschichte des Stadtteils. Um Sound und Licht kümmerte sich professionell der Neuschlößer Christopher Irrgang.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Helfen weitere Markierungen auf den Straßen - wie hier im Alten Lorscher Weg?

Ergebnisse der Verkehrsschau in der Bürgerkammer

Busverkehr, Tempo 30, unübersichtliche Fahrradwege – Fragen des Verkehrs bewegen viele Neuschlößer, was sich in den Treffen der Bürgerkammer widerspiegelt. In der öffentlichen Sitzung am Donnertag, 15. November, 19 Uhr, könnte es in diesen Themen einen entscheidenden Schritt vorangehen: Präsentiert werden dann die Ergebnisse einer ganz frischen Verkehrsschau vom vergangenen Samstag. Wie immer kommt die Kammer im Bürgersaal am Ahornplatz zusammen.

Mit dem Busverkehr und dem Fahrgastbeirat stehen zwei weitere Verkehrsthemen explizit auf der Tagesordnung. Weitere Punkte sind der Kanalgeruch und der städtische Haushaltsplan.

Spannend verspricht auch der Bericht der Bila über die geplante Neubautrasse der Bahn werden, nachdem das Bundesverkehrsministerium vor einigen Tagen Pläne zu den Verkehrsknoten in Mannheim und Frankfurt vorgelegt hat. Die Anforderungen an die neuen Gleise stehen in einen inhaltlichem Zusammenhang.

Hier die komplette Tagesordnung.

Debakel für die CDU in Neuschloß

Die Landtagswahl bringt dramatische Verschiebungen der politischen Verhältnisse von Neuschloß. In der Folge liegen die drei stärksten Parteien bei den Zweitstimmen nun eng beieinander: 22,8 Prozent für die CDU, 21,3 Prozent für die SPD und 20,1 Prozent für die Grünen. Die AfD ist mit 17,6 Prozent vierte Kraft – für hessische Verhältnisse ist das viel, für Lampertheimer Verhältnisse Durchschnitt. Die FDP erreicht 11,1 Prozent.

Zweitstimmen Landtagswahl 2018 in Neuschloß

 

Damit verliert die CDU ganz massiv – nämlich fast die Hälfte der Stimmen: Bei den vergangenen Landtagswahlen im Jahr 2013 kamen die Christsozialen noch auf beachtliche 41,3 Prozent in Neuschloß. Damals vereinte die AfD nur 4,1 Prozent der Stimmen auf sich. Die Grünen gewinnen gut 12 Prozent.

Zweitstimmen Landtagswahl 2013 in Neuschloß

 

Erststimmen Landtagswahl 2018 in Neuschloß

Beim Kampf um die Erststimme gewinnt der Lampertheimer SPD-Kandidat Marius Schmitt sehr deutlich mit 36,7 Prozent. Sein CDU-Herausforderer und Amtsinhaber Alexander Bauer schafft nur 21,7 Prozent.

Markierung des möglichen Verlaufs der ICE-Trasse bei Neuschloß.

Wann rückt die Bahn mit ihren Neubauplänen raus?

Wartet die Bahn nur noch auf einen strategisch günstigen Zeitpunkt, um zu verkünden, wo ihrer Ansicht nach künftig die Schnellzüge zwischen Mannheim und Frankfurt fahren sollen? Die Bürgeriniative Lampertheim (Bila) befürchtet das.

„Die Knotenstudien der Bahn für Mannheim und Frankfurt sind fertig, auch das Bundesverkehrsministerium hat seine Untersuchungen abgeschlossen“, sagte Bila-Sprecher Karl-Hans Geil in der Bürgerkammer. Jetzt seien nur noch Details zum Deutschlandtakt offen.

Karl-Hans Geil.
Karl-Hans Geil.

Die Bahn aber sage, es fehlten wesentliche Informationen für die weiteren Planungsschritte. Erst wenn neue Ergebnisse vorlägen, wolle sie wieder zu einem Beteiligungsforum einladen. In diesem Gremium sind neben Kommunen, Landkreisen, Behörden und Ministerien auch Bürgerinitiativen, Umwelt- und Fahrgastverbände oder Kammern vertreten.

Für die Bila klingt das nach einer bewussten Verzögerung. „Wir vermuten, dass die Bahn erst direkt nach der Landtagswahl mit ihren Plänen an die Öffentlichkeit gehen will, um das politische Vakuum bis zur Bildung einer neuen Regierungskoalition zu nutzen“, sagte Geil.

Die Bila spricht sich neuerdings (und auch in der Bürgerkammer) für eine viergleisige Neubaustrecke aus – zwei Gleise für den Personenfernverkehr wie geplant und zusätzlich zwei Gleise für den lauten und zunehmenden Güterverkehr. Das würde die Anwohner an den Bestandsstrecken, etwa durch Lampertheim, entlasten. Außerdem hofft die Initiative, dass eine dann sehr breite Trasse nicht quer durch den Wald an Neuschloß vorbei gelegt würde.

Güterverkehr durch das Rheintal. (Quelle: Bila)
Güterverkehr durch das Rheintal. (Quelle: Bila)

So nachvollziehbar das klingt: Im Bundesverkehrswegeplan sind nur zwei Gleise vorgesehen; grundlegende Änderungen, wie sie eigene zusätzliche Gütergleise wären, erscheinen wenig wahrscheinlich. Dagegen spricht vor allem, dass es an der gesetzlich vorgeschriebenen Wirtschaftlichkeit von vier Gleisen mangeln dürfte. Weitere Details zu diesen Fragen sind einer interessanten Diskussion im bundesweiten Bahnkenner-Forum Drehscheibe Online nachzulesen.

Hintergrund: ICE-Trasse bei Neuschloß

Schnellzüge fahren bisher schon auf ausgebauten Strecken zwischen Köln und Frankfurt und zwischen Mannheim und Stuttgart. Es liegt nahe, die Lücke zwischen Frankfurt und Mannheim zu schließen. Genauso sinnvoll erscheint es, die Züge an einem neuen Fernbahnhof zwischen Heidelberg und Mannheim halten zu lassen – damit sie sich den zeitaufwendigen Weg in die Mannheimer Innenstadt sparen. S-Bahnen könnten eine Anbindung in wenigen Minuten ermöglichen.

Doch für Mannheim ist das nicht denkbar. Seit etwa 20 Jahren pochen Politiker, Einzelhändler und lokale Medien auf einen ICE-Halt am Hauptbahnhof. Um das der Bahn schmackhaft zu machen, schlägt im Jahr 2000 der damalige Mannheimer SPD-Bundestagsabgeordnete Lothar Mark eine flotte Trasse vor, die von Lorsch kommend quer durch den Wald und direkt an Neuschloß vorbeigeht.

In Lampertheim und Neuschloß regt sich dagegen Protest, den die Bila-Initiative koordiniert. Sie setzt auf einen Konsens in der Region, die Schienen möglichst lange mit den Autobahnen 67 und 6 zu bündeln – um so auf dem Weg zum Mannheimer Hauptbahnhof einen Bogen um Neuschloß zu machen. Der Schwur gelingt. Wie gut er in der Not hält, wird sich zeigen.

Bürgerkammer fordert Kanalneubau

Die Bürgerkammer fordert eine neue Strategie, um gegen den Kanalgeruch vorzugehen. Die Abwässer, die über eine Druckleitung aus Hüttenfeld kommen, dürften nicht mehr in die Neuschlößer Kanäle eingeleitet werden. Stattdessen soll die Verwaltung prüfen, wie vielversprechend eine direkte Leitung vom bisherigen Übergabepunkt am Forsthaus an der Landesstraße (Bild oben) bis zur Pumpstation am kleinen Waldfriedhof-Parkplatz ist. Zugleich sollen Voraussetzungen und Aufwand für die etwa 700 Meter weite Verlängerung der Druckleitung aus Hüttenfeld geklärt werden.

„Wir müssen das Übel am Grund anpacken“, begründete Michael Bayer den Vorstoß. Das Bürgerkammer-Mitglied ist auch Macher von Neuschloss.net. Über ein Formular laufen dort die Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger ein. „Es sind so viele Meldungen wie noch nie, und der Ton wird zunehmend rauer. Die Neuschlößer verlieren die Geduld“, berichtete Bayer.

Erster Stadtrat Jens Klinger zeigte Verständnis für die Forderung. „Eine endgültige Lösung gibt es nur, wenn man grundsätzlich an den Kanal herangeht“, sagte er. Die Verwaltung überlege, mit Entlüftungen im Wald zwischen Hüttenfeld und Neuschloß kurzfristig etwas Abhilfe zu schaffen.

Abwasserpumpstation in Neuschloß am kleinen Waldfriedhof-Parkplatz
Abwasserpumpstation in Neuschloß am kleinen Waldfriedhof-Parkplatz

Der Kanalgeruch ärgert die Neuschlößer schon seit vielen Jahren, wie unsere Themenseite zeigt. Nach bisheriger Kenntnis entsteht der Gestank, weil sich an Unebenheiten feste Bestandteile des Abwassers festsetzen und dann riechen.

Im Herbst 2017 hatte die Stadt zwei Schwallklappen in den Neuschlößer Kanal einbauen lassen. Sie stauen das Abwasser auf und schicken es anschließend auf einen Schlag auf die Reise – die Spülung soll das festgesetzte Material mitnehmen. Im trockenen Sommer scheiterte dieses Verfahren aber offenbar daran, dass im Kanal nicht genug Wasser zum Aufstauen vorhanden war. Zudem sei die Anlage zeitweise wegen Hitzeschäden ausgefallen, berichtete Klingler.